——+·
325
nen hat, jetzt hat es für den Lancaſter nur noch einen ſehr untergeordneten Werth, dieſen Warbeck unter Schloß und Riegel zu behalten. Wir thun ihm zu
wiſſen, daß für uns im Gegentheil der Mann, mag
er ſonſt ſein was er will, welcher die Ehre gehabt,
mit Lady Katharina ſich zu verbinden, heilig und
theuer iſt; wir werden dieſen Menſchen in ewige Ver⸗ bannung ſchicken; wir verpflichten uns, ihn in irgend einem Winkel der Welt in aller Stille abſterben zu laſſen; mit einem Wort, wir verlangen ihn von un⸗ ſrem neuen Freunde zurück.“
„Aber—“ unterbrach ihn Richard.
„Aber, Mylord, hier iſt kein Aber zuläſſig. Ich bin hieher gekommen und habe meinen Kopf gewagt, um von Euch zu verlangen nicht Eure Unterſchrift für einen Verzicht, nicht eine öffentliche oder geheime Erklärung, ſondern: Stillſchweigen; nur Euer un⸗ verbrüchliches Stillſchweigen, die Regungsloſigkeit eines Taubſtummen, eines Todten, eines Wahnſinni⸗ gen, wenn Ihr wollt. Seht Euren Vetter Warwick, Herzog von Clarence, Nebenbuhler Heinrich's VII. wie Ihr, Gefangener wie Ihr, und ſeit Lambert Sim⸗ nel i Toxer vergeſſen, er iſt blödſinnig; er ſchweigt, — er lebt!“
„Warwick!“ murmelte der Prinz.
„Iſt hier, vielleicht keine ſechs Fuß von Euch ent⸗ fernt; hinter dieſer Mauer, daran Ihr Euch lehnt; ahmet ihm nach; ſchweigt und lebt auch Ihr! O lebt, Mylord, wenn Ihr nicht Lady Katharina töd⸗ ten wollt; lebt, wenn Ihr nicht Gott beleidigen wollt, der Euch endlich eine glänzende Genugthuung bereitet in dieſem verhängnißvollen Spiel, das ich


