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gen. Ich hielt mich für verloren. Ohne Zweifel, dachte ich, nimmt ſie keinen Anſtand, mich dem Staatsgeheimniß zu opfern und den verfluchten Mund, den Heinrich VII. verſchont hatte, für immer zu ſchließen. Wie groß war mein Erſtaunen, als ich die erlauchte Fürſtin ebenſo zärtlich, ebenſo von Liebe zu Euch bewegt, von Reue ergriffen fand, als ſte zu⸗ vor ſchrecklich, unverſöhnlich in ihrer Abneigung und in ihrer Rache geweſen war. Sie bat mich ſo ſehr, flehte mich an ſo warm, ihr Verbrechen wieder gut machen, ihre Ehre und Euer Leben retten zu helfen, daß ſie auch mein Herz rührte, und wir fingen an dar⸗ über zu berathen, was nunmehr zu thun möglich ſei.“ „Nur mit Mühe konnte ich ſie abhalten, ſelbſt nach London zu reiſen; ſie wollte mit dem Könige ſprechen, ihm Alles bekennen, von ihm Eure Begna⸗ digung auswirken, und ihm damit drohen, daß ſie die ganze Wahrheit, die Geſchichte ihres Schmerzes vor den Richterſtuhl der Fürſten und Völker Europa's bringen werde. Erſchrocken gab ich ihr zur Antwort, ſie würde durch dieſes Uebermaß leidenſchaftlicher Liebe Euch noch ſicherer in's Verderben ſtürzen, als ſte zuvor durch ihren Haß gethan, und da in dieſem Augenblick Lady Katharina, von Suſanna geführt, aus England bei uns ankam, mehr todt als lebend und über Eure Gefahr faſt wahnſinnig; da man jetzt Eure Feſtigkeit, Euren Heldenmuth, aber auch Euren Austritt aus dem Aſyl erfuhr, ſo war keine Zeit mehr zu verlieren, und ich reiste nach London, verſteckt in dem Schiffe eines von Ihrer Hoheit an Heinrich VII. abgeſchickten öffentlichen Geſandten.“ „Endlich!“ rief Richard, vor Freude zittennd,„end⸗
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