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Die weiße Rose : Roman aus der englischen Geschichte / von August Maquet ; aus dem Französischen von Georg Jäger
Entstehung
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Eilftes Kapitel.

Einen Monat nach ſeinem Einzug im Tower, ei⸗ nen Monat, ſo lang wie ein Jahrhundert, ſeitdem bei dem Gefangenen die Hoffnung wieder erwacht war, ſah Richard anſtatt des Schließers, der ihn bediente, zwei Männer in ſein Gemach treten.

Der Schließer entfernte ſich wieder und ließ ihn allein mit dieſem neuen Gefährten, welcher, nachdem er eine große, Stirn und Augen verhüllende Pelz⸗ mütze abgenommen, ihm die lebendigen Züge, das feine Lächeln und den ſcharfen Blick Fryon's zeigte, dieſes unermüdlichen, beinahe ſchon aufgegebenen Be⸗ ſchützers.

Mylord, ſagte Fryon mit bewegter Stimme, aber in zuverſichtlicher Haltung,ich muß mit dem wuthinſien beginnen; ich bringe Euch von Lady Ka⸗ tharina...

Einen Brief? rief Richard.

O nein, nein, mein Prinz! ich bringe keine Briefe mit, antwortete der Franzoſe; nes iſt ſchon zu viel, daß ich mich ſelber mitbringe, hieher, wo mein Kopf ein leckerer Biſſen wäre für Se. Majeſtät Heinrich VII.; das wäre gar zu wenig Vorſticht! Einſtweilen bringe ich Euch aber die zärtlichſten Grüße der Frau Herzogin von York, die heißeſten Wünſche von Ihrer Hoheit, der Frau Herzogin von Burgund.

O! die Hälfte wenigſtens Deiner Botſchaft iſt ein Traum! ſagte Richard melancholiſch.Die Wünſche der Herzogin! mir den ſte geopfert!...

Maquet, Weiße Roſe.. 21