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Die weiße Rose : Roman aus der englischen Geschichte / von August Maquet ; aus dem Französischen von Georg Jäger
Entstehung
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Einzug in die Hauptſtadt ſeines Königreichs, in Ge⸗ genwart von Hunderttauſenden neugieriger Zuſchauer. Vor ihm her ritten prächtig gerüſtete Herolde, deren etliche von Zeit zu Zeit eine Fanfare blieſen, worauf andere riefen:

Dieſes iſt der Jude Perkin Warbeck, der ſoge⸗ nannte Herzog von York, der Sohn des großen Kö⸗ nigs Eduards 1V!

Zu dieſem Ausruf bildete tauſendſtimmiges Hohn⸗ geſchrei einen abſchreckenden Chor. Ein betrunkener, bezahlter Pöbel wälzte ſich rings um den Zug der Reiter her, mit Drohen und Schimpfen; oft konnten die Wachen nicht einmal verhindern, daß die Aergſten unter dieſer aufgehetzten, tollen Bande Richard mit Steinen und Koth bewarfen.

Stummergeben, bleich, war der Unglückliche dar⸗ auf gefaßt, am Ende jeder Straße das Blutgerüſt zu ſehen, und die Hoffnung auf den Tod ſtärkte ſeinen Muth. Er ſah über dieſen ſchmutzigen Pöbelhaufen weg mit einem ſtolzen, wohlwollenden, ruhigen Blick. Es war wirklich der Prinz, der König Richard, der ſeinen Einzug hielt im Land ſeiner Väter! Die Ge⸗ ſchichtſchreiber ſagen einſtimmig: wenn er jemals würdig war des großen Namens, den er angenom⸗ men, ſo war es an dieſem Tage der Schmach und Qual, wo der Adel und die Größe ſeiner Seele ſich nicht einen Augenblick verläugneten.

An der Ecke von Haymarket, wo das Geſchrei und Schimpfen ſich verdoppelte, bemerkte Richard, während er das Antlitz abwandte, über alle andern

wegſehend ein ruhiges Geſicht und Augen ohne einen

Ausdruck von Zorn, die einzigen in dieſem Meer von

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