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Boden!... Kommt herein, mein Sohn, kommt herein!“
In der That rüttelten die vom Geruch des Blutes angelockten Soldaten mit Gewalt an dem Eiſengitter und ſchienen, indem ſie einander aufreizten, nur zu warten, bis der Verwegenſte den Anfang machen, die Stufen hinaufſteigen und den Gefangenen greifen würde.
Ruhig lächelnd faßte Richard die Hände des Grei⸗ ſen und drückte ſie; er dankte ihm für ſeine treue Pflege, für ſeine wohlgemeinten Rathſchläge; dann wandte er ſich gegen die verhängnißvolle Steintreppe, und als der Prior, ſeine Abſicht errathend, ihn mit den Armen umfaßte und an ſeinen Kleidern ſich feſt⸗ klammerte, ſagte er:
„Wozu das? Habt Ihr, mein Vater, nicht ſo eben ſelber mich ermahnt, mit all dieſem Elend, dieſen Qualen zu brechen? Ich gehorche. Dieſes jämmer⸗ liche Leben, ich will es verlaſſen, in dieſem Augenblick wende ich meine Schritte der Ewigkeit zu!“
Nach dieſen Worten machte er ſich mit edlem An⸗ ſtand los und ſtieg langſam, ruhigen, ſtolzen Blickes die Stufen hinab. Er öffnete ſelbſt das Gitter, und ſagte, zu den erſtaunten Soldaten gewendet:
„Geht einen Schritt zurück; verletzet nicht ohne Noth dieſe Stätte! Richard von YNork liefert ſich aus an den König Heinrich VII.“
Er überſchritt die geheiligte Schwelle. Folgſam, zitternd vor der Größe des hier gebrachten Opfers, wich die ſtürmiſche Woge zurück, welche den Augen⸗ blick zuvor noch Alles zu zertrümmern drohte, um an ihn zu kommen und ihn in Stücke zu reißen. Richard


