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Die weiße Rose : Roman aus der englischen Geschichte / von August Maquet ; aus dem Französischen von Georg Jäger
Entstehung
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Fehlt mir die andere, ſo ſei dieſe mir geſegnet, antwortete er ſtolz.Katharina wird nicht mehr ſo ſicher wiſſen als jetzt, daß ſie mit Perkin Warbeck ſich vermählte; und wenn ſie ſehen wird, wie ich ſterbe, wird ſie ſich ſagen: ‚War er ein Prinz oder

nicht, ich war einem edlen Manne vermählt, es war keine Mißheirath.

Aber Du kannſt nicht ſterben, Unglücklicher! rief Katharina und zog ihn mit Gewalt in eine Ecke der Zelle, ſo weit als möglich entfernt von der offen gebliebenen Thüre, hinter welcher man die Tritte des Priors durch den langen Gang hörte.

Sie ließ die Stimme ſtnken, indem ſte ihren Mund an Richard's Ohr, ihr Herz an dieſes widerſpenſtige Herz drückte, und mit zärtlicher Haſt ihm zuflüſterte:

Das Leben, das Du verachteſt, das Du von Dir ſtößeſt, ich verlange es; ich bedarf es, ich muß es haben, um Dein Kindzu ernähren, das unter meinem

Herzen lebt!

Richard faltete ſtumm die Hände. Sie umſchloß ihn mit den Armen und drückte ihn feſt an ihre Bruſt. Da fühlte er deutlich am Schlagen ihres Herzens das Geheimniß des Doppellebens, welches Katharina ihm ſo eben anvertraut. Er hob ſeine Augen auf gen Himmel; war ſein Blick ein Gebet des Dankes, oder der Trotz der Verzweiflung?

Siehſt Du, ſagte ſie mit erſtickter Stimme, was ſollte aus mir werden, wenn Du ſtürbeſt? Und Dein Kind, was würden ſie mit ihm thun, wenn Du darauf beharrteſt, Dich York zu nennen? Richard krallte ſich mit den Fingern in die Bruſt,