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Die weiße Rose : Roman aus der englischen Geschichte / von August Maquet ; aus dem Französischen von Georg Jäger
Entstehung
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die Königin ſich erinnert, daß ſte dem Hauſe York entſproſſen iſt.

Auch fängt ſie an, mit der angeſtammten Feinheit burgundiſcher Politik, ihre Nichte Eliſabeth zu um⸗ ſchleichen, um ihre Geſinnung kennen zu lernen. Sie knüpft einen Briefwechſel an mit ihrer Schwägerin, der Königin⸗Wittwe von England, die an der Seite Eduards IV. auf dem Thron geſeſſen. Vielleicht, daß dieſe Fürſtin, welche Alles verlor, Gemahl, Kin⸗ der, Krone, vielleicht, daß ſie Margarethens heiße Sehnſucht verſtehen wird, einen Schatten von Macht wieder zu erlangen. Drei Frauen von Geiſt und Geſchick, wenn ſie ein enges Bündniß ſchließen, ſoll⸗ ten doch wohl Großes erreichen; und noch wäre, un⸗ geachtet grauſamer Verluſte, für Yorks Zukunft nicht Alles verloren.

Margaretha, auf ihre Beſitzungen in Flandern zurückgezogen, ſpinnt mit Muße an dieſer kleinen In⸗ trigue, dem blaſſen Abglanz der großen Unterneh⸗ mungen ihrer ſchönern Zeit. Ihre Sendboten, ihre Kundſchafter kriechen bald am Boden, bald kommen ſte im Flug. Was die Herzogin verlangt? Das KRecht nach England zurückzukehren, wenn ihr das Leben unter den Vlamingen entleidet iſt. Sie möchte auch ihren Antheil an den Krongütern des Hauſes York, die alle Heinrich VII. eingezogen hat. Ein⸗ mal umgeben von Engländern, einmal im Beſitze der Lehen, welche ihre Hülfsquellen aufs Doppelte brächten, würde Margaretha ſich ſtark genug fühlen, die ganze Welt zu bewegen. An der Neige ihrer Tage iſt der Geiſt des Mannes, derder Kühne hieß, über ſte gekommen. Der Schatten des wilden Bur⸗