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Die weiße Rose : Roman aus der englischen Geschichte / von August Maquet ; aus dem Französischen von Georg Jäger
Entstehung
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auf der Ebene von Bosworth. Richmond läßt ſich als Heinrich VII. krönen. York iſt gefallen, Lanca⸗

ſter iſt auf dem Thron. Margarethen bleibt nichts als die Erinnerungen einer ſtolzen Vergangenheit; umſonſt waren Uſurpation, Meuchelmord, Gräuel aller Art, mit deren Hülfe York ſo hoch geſtiegen war! Um allein zu regieren hatte Richard III. die weiße Roſe völlig entblättert; ſtolz entfaltet ſich die rothe Roſe auf Englands Wappenſchild.

Von ſo ſchwerem Mißgeſchickbetroffen, ſchaut Mar⸗ garetha ſich um nach allen Seiten. Ueberall nichts als Trümmer und Zerſtörung: Ludwig XI. hat in aller Ruhe den Enkeln Karls des Kühnen Burgund wieder abgenommen. Karl VIII., der König von Frankreich weiß nicht einmal mehr, ob der Name Burgund je vorhanden war. In England ſcharrt Heinrich VII. im Frieden ſeine Goldhaufen zuſammen, die er ab⸗ göttiſch verehrt. Er iſt König ungeſtört; ſeine Nebenbuhler vom Hauſe York ſind verſchwunden. Eine einzige Blüthe von dieſem glorreichen Na⸗ men lebt noch erſtorbenerweiſe in den Finſterniſſen des Towers von London: es iſt ein Sohn von Cla⸗ rence, ein Warwick, den das Volk einſt liebte, den es aber kaum noch am Leben glaubt. Wohl lebt noch eine Tochter Eduards IV.; Heinrich VII., der Schlaue, hat ſie geheirathet. Eliſabeth von York iſt Königin von England. Freudig ſah die Nation die Verbindung der beiden Roſen; endlich, nach ſo viel Blutvergießen in den Bürgerkriegen, winkte die Hoff⸗ nung auf Eintracht, auf Frieden.

Und Margaretha, die Herzogin von Burgund, ſte iſt die Tante der Königin; eine letzte Hoffnung: wenn