Bergwandung und Fällung von einem Duzend Bäͤu⸗ men zum Weiterkommen der Pferde. Schon höoͤrte man die Schläͤge der Art und das Aechzen der ſtürzenden Baumſtämme.
„Die Straße wird bald frei ſein,“ ſagte die Dame, gegen den Wollhändler ſich wendend,„und Allen, die hier ſind, wird es zu gut kommen.“
„Wer iſt doch dieſe Frau, die für ſich allein Straßen anlegen läßt durch den Granit der Alpen?“ fragte Thomas Brook einen der Kriegsleute.
„Ihre Hoheit die verwittwete Frau Herzogin von Burgund,“ war die Antwort des Geharniſchten.
„Die Wittwe Karl's des Kühnen!“ rief der Kaufmann aus und verbreitete dieſe Kunde ſofort in der ganzen Schaar.
Die Schweizer zuckten die Achſeln.
„Es ſcheint,“ ſagte einer von ihnen auf deutſch, „daß dieſes Haus nur dazu da iſt, um Alles auf der Welt in Unordnung zu verkehren. Der ver⸗ ſtorbene Herzog Karl machte ſich an die Menſchen, die Herzogin wagt ſich an die Berge.“— „ Still doch,“ murrte Thomas Brook.„Es iſt noch gut, daß Du deutſch ſprichſt.“
„Ein Schweizerkind iſt frei und ſpricht frei,“ ſagte der andere Berner. 2
„Dieſes Recht zu ſprechen, haben wir bei Gran⸗ ſon, Murten, Nancy erkauft und baar bezahlt. Fragt die Herzogin.“
Die Schweizer fingen an zu lachen.
Plötzlich wandte ſich die Fürſtin mit Wuͤrde zu dieſen Leuten:
„Was ihr nicht gekauft habt,“ ſagte ſie auf


