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kleines Kind, und ihn zum Schweigen bringen, wenn ſein böſer Geiſt zu viel Tollheiten ſpricht.“
„Es ſcheint aber doch nicht,“ erwiderte einer der Zuhörer,„daß ſein Seelenleiden tobſüchtiger Art iſt; denn ſeit wir geſtern am jenſeitigen Fuß des Ge⸗ birges mit Euch zuſammentrafen, hat er kein Zeichen von irgend welcher Aufregung blicken laſſen. Wie wir ihn zu Pferde ſahen, immer aufmerkſam, ruhig, ſchweigſam und ſchön, wie er unläugbar iſt: da hielten wir ihn anfangs für irgend einen vornehmen Herrn.“
„Warum nicht?“ ſagte der Kaufmann,„gleicht irgend etwas einem vornehmen Herrn mehr, als ein reicher Kaufherr?— Wie heißt Euer Herr, Zebäus? Ich kenne alle Handelsherrn von ganz Europa.“ Zebäus wollte eben eine Antwort geben, die wahrſcheinlich das Ende der Unterhaltung geworden
wäre, als ein kräͤftiges Hollah der Wachpoſten die
ganze Karawane in Bewegung brachte. Jeder griff nach dem Feuerrohr oder der Pike: Die Schildwa⸗ chen meldeten die Annäherung einer ziemlich zahl⸗ reichen Schaar, welche man um der eigenen Sicher⸗ heit willen nicht ohne Weiteres näher kommen laſſen konnte. Zebäus blieb um den jungen Mann. Er ſchien nicht eben ein großer Waffenheld zu ſein, aber Jan, der ſtaͤmmige Geſelle, zog alsbald ein kurzes aber mächtig breites Schwert, und reihte ſich der Vorhut an, welche die neuen Ankömmlinge auskund⸗ ſchaften ſollte. Dieſe hatten auch ihre Vorplänkler, aber ſo gut beritten und von ſo kriegeriſcher Haltung, mit einem ſolchen Reichthum in Waffen und Rüſtungen, daß


