bäus mit einer Unterwürfigkeit, die mehr und mehr den Juden verrieth,„hab' ich denn wider jemanden Anklagen erhoben? hab ich hier jemanden Schuld gegeben?“
„Ihr habt gerufen: Was haben ſie ihm geſagt? Nun hatten aber wir dieſem jungen Manne gar Nichts geſagt; wir mußten nicht einmal, daß er uns hören konnte. Und was wir unter uns beſprachen, das waren lauter ehrbare und erlaubte Dinge, glaubt es mir.“
„Ach, meine Herren, wer zweifelt daran? Aber nehmt unſern erſten Schreck doch auch in Rechnung: beim geringſten Wort geberdet ſich der Knabe wie ein tollgewordenes Füllen. Wovon habt ihr geſpro⸗ chen, wenn ich fragen darf?“
„Von tauſenderlei gleichgültigen Dingen.... von den Grauſamkeiten Richard's III., glaub' ich... ja... von ſeinen ermordeten Neffen.“
„Da haben wir's! rief Zebäus, Knaben, die ver⸗ wundet worden, das bringt ihn allemal ganz außer ſich, ſeit ſeiner eigenen Verletzung, verſteht ihr; be⸗ denket nur, daß der Unglückliche faſt gar keine eige⸗ nen Gedanken hat; er haſcht ihm Fluge jeden der von außen her ihm zugeworfen wird; ſein Gedächt⸗ niß iſt null oder doch ſo verſtört, daß er nicht im Stand iſt Euch zu ſagen, wo er zu Hauſe iſt, wohin er geht. Er ſpricht von ſeinem armen todten Vater ſo gleichgültig wie von einem Fremden, in vollem Ernſt behauptet er, er kenne ſeine Mutter nicht. Mit einem Wort, es ſcheint er hat einen böſen Geiſt in ſich, der eine doppelte Rolle ſpielt, und ſo oft er den Mund öffnet, müſſen wir ihn überwachen, wie ein


