Druckschrift 
Herzensschulden : Roman / von Auguste Maquet ; aus dem Französischen von Dr. Gottlob Fink
Entstehung
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Elf Uhr! Und er ſchlief ein. Alsbald überzog Todesbläſſe die Wangen der

Fürſtin, der Blitz erloſch plötzlich in ihren Augen,

die ſich emporhoben, um die Barmherzigkeit Gottes anzuflehen. 3 Eine Stimme erweckte Armand. Es war der Schiffer, der den Vorhang auf ſeiner Seite lüftete und fragte, ob er noch weiter fahren oder umkehren ſolle. Wie viel Uhr iſt es denn? fragte Armand. Halb zwei. 4 Sprich leiſer, Madame ſchläft. Armand ſah den großen Burnus über das Ver⸗

deck gebreitet; er glaubte daraus den leichten Athem

ſeiner Freundin hauchen zu hören..

Aber, dachte er auf einmal,es iſt ungeſund unter dieſem kalten Himmel ſo zu ſchlafen. He da, wachen Sie auf, Caliſte! Munter, Schläferin! Sie müſſen eiskalt ſein.

Keine Antwort. Er ſchüttelte die Falten des Mantels: der Stoff gab ohne Widerſtand nach und ſchmiegte ſich in ſeiner Hand... Der Mantel war leer!

Armand ſtieß einen Schrei der Ueberraſchung aus; er ſuchte unter dem Zelt, unter dem Verdeck, er ſuchte beim Schiffer; Nichts!

Ein Angſtſchweiß überlief ſeinen Körper. Er rief Caliſte, er rief von Neuem... Nichts antwortete.

Der Waſſerſpiegel lag endlos, ruhig und taub

wie der Himmel vor ihm.