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die ſich in der Sonne wärmten und nunmehr in die Fluthen untergetaucht ſind.
Dieſes Erbübel der italieniſchen Seen hatte Ar⸗ mand ſchon am zweiten Tage ſeines Aufenthaltes dahier durchſchaut, und um Caliſte, die ſich zu Tode geängſtet hätte, in ihrer Freude nicht zu ſtören, ging er jedesmal voraus, wenn man ſich einſchiffen wollte. Mit einer Gerte in der Hand warnte er von ferne die Müſſiggänger, die ohne langes Be⸗
denken in ihre Löcher zurückſchlüpften, und Caliſte
bewunderte dieſen prächtigen Garten, ſtatt daß ſie ihn ſonſt verabſcheut haben würde. Warum war es Armand nicht gelungen ihren Blicken auch dieſe mör⸗ deriſche Schlange zu entziehen, ſein Geheimniß, das unter ſeinem Lächeln verborgen lauerte?
Nachdem er ſeinen Brief dem Schiffer übergeben, deſſen Verſchwiegenheit ihm nicht einmal zweifelhaft ſchien, kehrte er ins Haus zurück. Caliſte hatte ſich, ſagte man ihm, etwas leidend von der Hitze, in ihre Zimmer zurückgezogen. Nervös wie die Fürſtin war, konnte nach einem glühenden Tage Nichts natürlicher erſcheinen. Caliſte ließ ihrem Freund ſagen, ſie wolle ſchlafen und erſuche ihn ſie nicht zum Souper zu er⸗ warten. Er gehorchte und ſetzte in der Einſamkeit ſeine Betrachtungen und Seufzer fort.
Am folgenden Morgen kam Caliſte ſchon in der
Frühe wieder zum Vorſchein. Der Schlaf ohne Zweifel und die Morgenfriſche hatten ihr ihre Ge⸗ ſchmeidigkeit und ihre Seelenruhe wiedergegeben. Ein bläulicher Ring, ein kaum merkliches Schwellen ihrer Augenlider, eine mattere Bläſſe, Spuren des Lei⸗ deens, verdoppelten das Feuer ihres Blickes und ver⸗
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