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Herzensschulden : Roman / von Auguste Maquet ; aus dem Französischen von Dr. Gottlob Fink
Entstehung
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dies glaubte er nicht, daß Caliſte einen Verdacht hege. Als er ſie jedoch die Hand ausſtrecken ſah, um dieſen Brief zu nehmen, bekam er auf einmal Angſt. Und er hatte Recht. Aber es war zu ſpät.

Ich habe ihn durch Jemand vom Hauſe auf die Poſt bringen laſſen, ſagte er.

Ei wie! ohne mir die Stellen vorzuleſen, die mich betreffen? antwortete Caliſte zitternd.

Ich ſagte Böſes von Ihnen, liebe Caliſte.

Ah!... das iſt etwas Anderes.

Und ſie verwiſchte jede Gemüthsbewegung von ihrem Geſichte.

Aber Armand hatte den Brief in ſeiner Taſche und war ſehr in Verlegenheit, wie er ihn auf die Poſt befördern ſollte; er ſchützte einen Spaziergang vor, um ihn heimlich irgend einem Schiffsmann zu übergeben, der ſogleich nach Menaggio fahren würde.

Allein auszugehen, ſtatt Caliſte mitzunehmen, war unvermeidlich, aber ungeſchickt.

Zehn Minuten ſpäter wußte ſie, daß er Niemand vom Hauſe Etwas übergeben hatte, und eine Viertel⸗ ſtunde nachdem er den unglückſeligen Brief dem Schiffsmann übergeben, den er am Ufer traf, zer⸗ nnitterte Caliſte ihn in ihren Händen und verbarg

ihn an ihrem Buſen.

XXXIII.

Das Haus hatte ſeinen Haupteingang von der Straße von Varenna her, einem nicht ſonderlich cul⸗ tivirten Landweg, der nach Como führt und auf die⸗

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