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dieſes Wort zu ſchreiben; jeder Strich meiner Feder gräbt eine tödtliche Wunde in mir. 4
„Ich werde die Frau Fürſtin Nowratzin in acht Monaten, am 3, April kommenden Jahres, heirathen. Bis dahin bitte ich Sie dringend keine Zeile, kein Wort an mich zu richten. Ich rechne auf Ihren Muth und auf Ihre Chre. Aber in einem Jahr, Tag für Tag vom Datum dieſes Briefes, Lucienne, ſchicken Sie mir ein Andenken, das ich in meine Hand, an mein Herz drücken kann im Augenblick, wo ich ſterben werde... Denn ich werde ſterben mit einem Herzen voll Liebe für Sie, theure, ange⸗ betete Lucienne, und feſt überzeugt nie mehr gegen Chre und Pflicht zu handeln, feſt überzeugt meine Schuld an die Fürſtin ehrlich bezahlt zu haben, werde ich mit Ihrem Namen auf den Lippen meinen letzten Seufzer aushauchen.“
Er ſchloß dieſen Brief in denjenigen ein, den er an ſeinen Vater ſchrieb, und nachdem das umfang⸗ reiche Paket verſiegelt und mit der Adreſſe des Herrn von Bierges verſehen war, trocknete er ſeine Augen, erfriſchte ſeine Wangen.
Aber der Poet von Mantua hat es geſagt— man täuſcht die Blicke einer Liebenden nicht.
Beim Diner fragte Caliſte ganz unbefangen, ob er dieſen ſchrecklichen Anzeigebrief endlich fertig ge⸗ bracht habe. Er war noch zu bewegt, um mit einem Scherz zu antworten. Sie machte ihm den Vorſchlag ſeinen Brief durch den Gärtner, der nach Como ging, auf das Schiff bringen zu laſſen.
Armand hatte, wie alle Männer, an die einzige wichtige Sache, an das Detail, nicht gedacht. Ueber⸗


