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auf Erden iſt. Aber was ſage ich? Sie werden in der glänzenden Sphäre leben, wohin Ihre Schön⸗ heit und Ihr ungeheures Vermögen Sie rufen. Ich würde als armer Mann die meinem Elend günſtige Dunkelheit ſuchen und nie wieder mit Ihnen zuſam⸗ mentreffen können. Ueberdies würden Sie mich fliehen und Sie hätten Recht. Das Unglück iſt an⸗ ſteckend. Und dann ſage ich Ihnen ohne Umſchweif, ohne Vaudevillemelancholie, Lucienne, es iſt aus mit mir, ich erliege unter meiner Hingebung. Jede Stunde, die entflieht, iſt ſo ſchwer vorübergegangen, daß ich mich von ihr erdrückt fühle. Je mehr man mir zulächelt, je mehr man mir ſchmeichelt, um ſo mehr fühle ich die Bedeutſamkeit des Opfers, das ich gebracht habe. Dies iſt ein alltägliches Gefühl, aber ich bin einer der alltäglichſten Menſchen, ich lebe von den Freuden und leide von dem Elend der einfachſten Menſchheit.
„Alſo, ich wiederhole es Ihnen, ich bin verlo⸗ ren. Der düſtere Vorhang, der zwiſchen Ihnen und mir gezogen iſt, raubt mir die Vernunft, blendet mich. Meine Ideen kommen nicht darüber hinaus, und ich lebte viel von den Ideen. Es gibt alſo,
ich fühle es zum erſten Male, eine ſcharf gezeichnete ³
Grenze meines Lebens. Mit jedem Tag wird ſie um ein Jahr näher rücken, Ich werde nicht alt wer⸗ den, Lucienne, eine Schlange nagt mir am Herzen.
„Darum werden wir uns nie wieder begegnen.
„Alſo mein Lebewohl mit allen Thränen meines Leibes, mit allem Blut meines Herzens; mein Lebe⸗ wohl Allem was ich liebe; es tödtet mich, Ihnen


