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meine Füße ſchon beim erſten Schritte ſtraucheln. Von Ihnen hängt meine Ehre ab; Ihnen vertraue
ich die Exiſtenz einer Frau an, die edel iſt wie Sie,
gut wie Sie, einer unvergleichlichen Freundin, die ich, muß ich es ſagen? anbeten würde, wenn ich auf ewig von ihr getrennt wäre. O Lucienne, der ſelt⸗
ſame Gedanke! Wie furchtbar und wie wahr er 3
iſt! Ja, ich würde Caliſte lieben, wenn ſie nicht mehr da wäre, wenn ſie mich nicht von Ihnen ge⸗ trennt hätte. Was werden, wenn Sie nicht Muth haben? Aber ich ſehe Sie, ich ahne Sie. Ich meine die Unruhe in Ihren ſtoiſchen Augen zu be⸗ merken; ich höre Ihre erſten Seufzer; ich ſehe dieſen Brief Ihren Händen entſinken.
„Beruhigen Sie ſich; es wartet Ihrer anderes Glück genug. Ich, ich beuge mich unter dieſen Or⸗ can. Seien Sie undankbar, vergeſſen Sie mich. Mein einziger Wunſch iſt, daß Sie verächtlich Ihr Haupt abwenden, daß Sie die Achſeln zucken und mich einen Elenden, einen Narren nennen.
„Erinnern Sie ſich an das, was ich Ihnen in den erſten Tagen unſerer ſo ſüßen Liebe geſagt habe: wer an Ihnen vorbeigeht und dieſe Perle nicht auf⸗ hebt, der iſt ein Narr. Dachte ich damals, daß das Schickſal mich ſo weit fortreißen ſollte, daß ich ſelbſt ſie zertreten würde, dieſe unvergleichliche Perle, die in meine Hand gefallen wäre?
„Lucienne, ſpäter, wenn ich Ihnen begegne, zei⸗ gen Sie mir keine Entrüſtung in Ihrem Blick, zeigen Sie auch keine Gleichgültigkeit. Ihre Freundſchaft allein, eine gütige Freundſchaft und ohne Umſchweife, wird mir beweiſen, daß Edelmuth kein leeres Wort


