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lieren und beſonders Sie auszuſchlagen. Lucienne auszuſchlagen, dieſen Engel! Wahrhaftig ich lache darüber vor Wuth. Iſt es wirklich Gott, der die Tugend um den Preis ſo dummer Opfer gebietet? Und wenn der Menſch ſich beklagt, wenn er weint, wendet nicht Gott ſein Haupt ab und ſagt: ich habe dir das Glück angeboten, warum haſt du es von dir geſtoßen?
„O wie qualvoll iſt mein Leiden! Es reißt mich zu Ungerechtigkeiten, zu Grauſamkeiten hin. Dieſe arme Frau! Ich könnte ſie zuletzt noch verfluchen; Lucienne, das darf nicht ſein. Sie glaubt ſich vor⸗ gezogen, ſie glaubt mich glücklich. O mag ſie es glauben! Möge dieſes heilige Vertrauen in ihrem Herzen nie getrübt werden! Möge ich allein die Laſt der Sühnung tragen! Möge ſie ruhig leben nach ſo vielen Stürmen! Darum, angebetete Lu⸗ cienne, darf Ihr Bild niemals mir erſcheinen; darum darf keine Erinnerung von Ihnen zwiſchen ſie und mich treten; denn wenn Sie nicht großmüthig wä⸗ ren, wenn Sie mir ſagten, daß Sie mich bedauern, daß Sie mich nicht verlieren wollen, ſo würde die Folterqual meines Lebens ſich verrathen und bald das Leben meiner Gefährtin unterwühlen. Ich be⸗ ſitze keine ausdauernde Entſchloſſenheit gegen Ihre Liebe. Deßhalb bleibe ich fern von Ihnen, deßhalb verberge ich mich; ich zittere bei dem Gedanken, daß Sie leben und daß Sie mir begegnen könnten. Das Getöne Ihrer Tritte würde mich tödten.
„Seien Sie die unerſchrockene Seele, ſeien Sie die edle Begeiſterung meines Lebens; leiten Sie mich gegen meinen Willen auf dieſem rauhen Pfad, wo


