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Und ſie gelobte ſich in aller Stille zu erfahren, was er ſchreiben würde.
Armand, deſſen Herz und Kopf ſeit zwei Stun⸗ den unter dem Druck der Ideen, die ihn verzehrten, kochten, hatte beſchloſſen der Sache ein Ende zu ma⸗ chen und Lucienne ſein ganzes Herz in einem letzten unwiderruflichen Lebewohl zuzuſenden.
Um freier, um in dieſer letzten Umſchlingung ihrer Seelen mehr mit ihr allein zu ſein, verſchloß er ſich in ſeinem Zimmer. Sein Kopf pochte; er ging eine Stunde lang, die Hände an ſeine Stirne gedrückt, auf und ab, um ſeine Kraft, ſeine Ver⸗ nunft zu concentriren und nicht einen Liebesbrief ſtatt eines Abſchiedsbriefes zu ſchreiben.
Endlich ſetzte er ſich, gebrochen wie er es zu ſein
wiünſchte, vor das Fenſter, unter ſeinen Augen den unermeßlichen See, über ſeinem Kopf den unend⸗ lichen Himmel, zwei Oceane mit Abgründen, die weniger tief waren als ſein Schmerz.
„Lucienne,“ ſchrieb er,„ich liebe Sie und verlaſſe Sie. Ehe ich Sie kannte, habe ich eine Frau voll Anmuth und Güte geliebt, eine Frau, die nicht frei war und es auf einmal geworden iſt. Sie werden ſie ſpäter kennen lernen, denn ich werde ſie heirathen, ich Ihr Bräutigam, Ihr Gemahl mit Herz und Seele; doch nein, lernen Sie ſie ſogleich kennen,
leſen Sie mein Geheimniß ganz. Die Umſtände, inmitten deren ich die Frau Fürſtin Nowratzin wie⸗
der gefunden habe, erlauben mir nicht das mindeſte
Bedenken. Die einſt ſo reiche, ſo glänzende, ſo vor⸗ wurfsfreie, unter allen Frauen bevorrechtete dame ſiſt arm, niedrig, unglücklich geworden und dem Ta-⸗
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