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Herzensschulden : Roman / von Auguste Maquet ; aus dem Französischen von Dr. Gottlob Fink
Entstehung
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indem er die Verſuchungen und Zwiſchenfälle von ihm fern halte.

Armand nahm alſo ſeinen erſten Entſchluß zu⸗ rück. Mit Caliſte war das unklug. Er erklärte ihr, daß er nicht nach Paris gehen, ſondern bei ihr blei⸗ ben würde. Im Anfang freute ſich die Fürſtin darüber und dankte ihm. Aber da er trotz aller Gewandtheit, die er zu beſitzen glaubte, die Unruhe ſeiner Seele nicht ganz hatte verbergen können, ſo fragte ſie ſich, warum Armand vor einem ſo natür⸗ lichen, ſo nothwendigen Schritt zurücktrete; nicht hin⸗ gehen und ſeinen Vater beruhigen? Ihn nicht in Kenntniß ſetzen, wie es doch ausgemacht war, wie er es ſelbſt für unumgänglich nöthig erklärt hatte? Warum dieſe Abweichung der Ideen, während doch

die gerade Linie ſo logiſch gut zu verfolgen war? VVon der Ueberraſchung zum Verdacht hat eine FArau wie Caliſte nur einen Schritt, nur einen ein⸗ igen Sprung zu machen. Sie machte ihn. Als ſie börte, daß er nicht nach Paris gehen, ſondern lieber ſchreiben wolle, wurde ſie mißtrauiſch.

Als ſie ſah, daß er ſich verbarg, um zu ſchreiben, und daß er es ſorgfältig vermied ihr den Brief, einen für ſie ſo wichtigen Brief mitzutheilen, den er an ſeinen Vater ſchicken wollte, da bekam ſie Furcht. Gleichwohl geſchah Alles das zwiſchen zwei Lächeln. Caliſte hatte ihren Entſchluß unwiderruflich gefaßt.

Armand, der durch die Aufregung, welche die Erinnerung an Lucienne und das Bewußtſein ſeiner Schwäche in ihm hervorrief, in dem ſeinigen bekräf⸗ tigt wurde, verdoppelte ſeine Verſtellung in demſel⸗ ben Maß, wie Caliſte ihre Ueberwachung verdoppelte.