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der Reiſende, gewiegt in dem kleinen Nachen, der wie ein Schwan dahinzieht an den Ufern des Sees, den er durchſtreift, jedes Haus, jede grüne Gruppe, jeden Dorfkirchthurm, deſſen weißliche Spitze niemals den Hügel überragt, unter dem er ſteht.
Caliſte entſchied ſich für Varenna am öſtlichen Ufer. Sie miethete für ihr Wittwenjahr ein Haus mit einem großen Garten. Dieſes Haus, das be⸗ reits mit einem jener italieniſchen Mobiliare ver⸗ ſehen war, worüber wir Anfangs lachen und an die man ſich ſo gut und ſo ſchnell gewöhnt, wurde von der Fürſtin nach zwei Beſuchen bei den beſten Ta⸗ pezieren von Como vollends in ein Paradies um⸗ geſchaffen.
Es wurde beſchloſſen, daß Armand gegen das
Ende des Monats, in etwa vierzehn Tagen, abreiſen ſollte, um ſeinen Vater zu umarmen und ſeine Freunde in Paris auf die große Nachricht vorzube⸗ reiten. Dies war der erſte Plan geweſen. Aber allmälig änderten ſich Armands Ideen; ſeine Schwer⸗ muth verdoppelte ſich. Caliſtens ſehr keuſche, aber ſehr wachſame Liebe und eine gewiſſe wohl verheim⸗ lichte, aber von Armand geahnte Ueberwachung ließen
den jungen Mann fürchten, ſeine Abweſenheit könnte
der Vorwand zu einem jener tollen Streiche werden,
ddeeren die Fürſtin fähig war. Aufgefangene Briefe,
ein unvorhergeſehener Beſuch, eine Indiscretion ir⸗ gend eines wohlmeinenden aber ſchwatzhaften Freun⸗ des, mehr bedurfte es für die ſcharfblickende Caliſte
nicht, um die Wahrheit zu entdecken, und Armand,
der dieſes eiferſüchtige Herz, dieſe empfindliche Seele


