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gedrückt, welche ſie mit ihren Blicken verſchlang, wie der Baron bei irgend einem Phänomen gethan haben würde. 1
„Was gibt es, Frau?“ fragte der Gelehrte, dem trotz ſeiner gewöhnlichen Zerſtreutheit die ſeltſame Verblüfftheit ſeiner Gemahlin auffiel.
Und da ſie ihm keine Antwort gab, ſo flatterte er nach ſeinem Zimmer.
„Nun wahrhaftig,“ murmelte die Baronin, die zum Kamin zurückgekehrt war, während die Bedien⸗ ten Feuer und Lichter zu löſchen anfingen.„Ich habe die Männer oft ſagen hören, es ſei unmöglich die Frauen zu begreifen. Dies wunderte mich nicht, weil die Frauen alles Mögliche thun, um von den Männern nicht begriffen zu werden. Ja, es iſt wirklich unmöglich, das erkläre ich auch von heute an.“ 1 Sie that einige Schritte in dem finſtern Salon und ſagte dann auf einmal:
„Dieſer arme Rath, ich hatte ihn gleich mit dem erſten Stoß ins Waſſer geworfen! Aber er ſchwimmt, er ſchwimmt! Er wird ganz ſicher ans Ufer gelan⸗ gen. Zünden wir ihm einen Leuchtthurm an!“
Und die unerſchrockene Gebieterin des Hauſes trat in ihr Boudoir, ſchrieb ein Billet, legte es zu⸗ ſammen, verſiegelte es, als ob es nicht zwei Uhr Morgens wäre, und zeigte ihrem Kammerdiener den ſatinirten Umſchlag mit den Worten:
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„Morgen in aller Frühe muß dieſer Brief dem
Herrn von Bierges gebracht werden!“ 8 „Morgen!“ brummte der Lakai übellauniſch,„es iſt heute!!


