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Herzensschulden : Roman / von Auguste Maquet ; aus dem Französischen von Dr. Gottlob Fink
Entstehung
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liebt; mit all Ihrem Geiſt und all Ihrem Tact wird es Ihnen leicht ſein dies zu ermitteln. Wenn er ſie liebt, ſo wollen wir nicht mehr davon ſprechen, und die Antwort, die ich Ihnen in Betreff ſeiner ſchulde, iſt ganz gegeben; wenn er dagegen Frau Nowratzin nicht liebt, nun dann...

Nun dann? ſagte die Baronin im höchſten Grad geſpannt.

Nun dann, der junge Mann ſagt mir zu, ſprach Lucienne mit ihrem ruhigen Blick und ihrem perlmutternen Geſicht.Was den Vater betrifft, ſo gefällt er mir ſehr, und ich fühle, daß ich ihn lieben würde.

Mit dieſen Worten erhob ſie ſich, in ihren bei⸗ den Händen die zwei rundlichen Hände der Baronin haltend, welche ſtumm und halb betäubt weder ein banales Lächeln noch einen Ausruf fand, um ihr zu antworten.

Das junge Mädchen erweckte ihre Mutter fanft mit einem Kuß auf die Stirne. Die Alte ſchickte ſich ohne Verwunderung und ohne Verlegenheit zum Weg⸗ gehen an. Lucienne entriß ihren Bruder Frederic den hinreißenden, wundervollen Beſchreibungen des Barons Chaudray: es handelte ſich um die Otahei⸗ tierinnen.

Man unterhält ſich ſo gut bei Ihnen, ſagte Lucienne zu dem Gelehrten,daß man darüber die Zeit und die Höflichkeit vergißt.

Das iſt wahr, murmelte die Mutter, die ſich bereits an den Arm ihres Sohnes gehängt hatte.

Mutter und Sohn gingen voxan. Lucienne ent⸗ fernte ſich zuletzt, nachdem ſie die Hand der Baronin

Magquet, Herzensſchulden. 3 8