Zorn und ganz troſtlos im Salon herum, um mittelſt einer geſchickten Schnittlinie mit der dicken Baronin zuſammen zu treffen, die ſich wieder ausſchließlich ihren Pflichten als Dame des Hauſes widmete. Die Schnittlinie führte zum Ziel; die beiden Verſchwore⸗ nen trafen ſich an einem günſtigen leeren Platz.
„Nun, Madame?“ ſtammelte der Rath.
„Nun, was ſagen Sie dazu?“
„Ich zittere noch.“
„Kein Wunder, er hätte es nicht ärger machen können, wenn er darauf gewettet hätte.“ 8
„O, Sie haben ſo viel Feinheit, ſo viel Geiſt entwickelt,“ verſetzte der Rath.
„Mein Geiſt und meine Feinheit haben ihn ganz und gar nicht herausgezogen,“ ſagte die Baronin, „es iſt Alles verloren. Die betreffende junge Per⸗ ſon ſaß hinter mir, um gut zu hören, und ich ſtehe Ihnen dafür, daß ſie gut gehört hat.“ 8
Dem Rath entfuhr ein Seufzer. „Ich kenne ihren Eindruck nicht, denn ich habe ſie nicht gefragt,“ fuhr die Baronin fort,„aber wenn ich ſie nach mir ſelbſt beurtheile, ſo iſt die Sache vergeckt, mein lieber Freund.“
Madame Chaudray war ſchon fern, als der un⸗ glückliche Vater noch auf demſelben Platz wehklagte. Endlich faßte er ſeinen Entſchluß und ging gerade⸗ wegs auf Armand zu, der diesmal von uneigennützi⸗ gen Leuten umgeben war und ein wahres Feuerwerk
geegen die Republik losließ, die doch gewiß nicht daran Schuld war. „Ja,“ brummte der wüthende Rath ganz leiſe,
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