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Herzensschulden : Roman / von Auguste Maquet ; aus dem Französischen von Dr. Gottlob Fink
Entstehung
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konnte Nichts ſehen. Das war ſein Unglück; er ſah nicht, wie die Baronin leicht zuſammenfuhr, als der Thürſteher Mesdames und Herrn Dampmesnil mel⸗ dete; er ſah ſie nicht die Finger eines ſchönen jun⸗ gen Mädchens mit aſchblonden Haaren drücken, die mit ihrer Mutter und ihrem Bruder hereinkam, und welcher Madame Chaudray, während der junge Mann nach dem Platze ſuchte, wohin er ſeine beiden Damen führen ſollte, ins Ohr zu flüſtern wußte:

Er iſt noch nicht da, meine liebe Lucienne. Der Vater iſt der Graukopf, der im blauen Salon Whiſt ſpielt und der Thüre den Rücken zukehrt.

Das glänzende edle Auge des jungen Mädchens nahm alsbald die bezeichnete Richtung. Sodann be⸗ gaben ſich, da der Weg durch den blauen Salon be⸗ quemer und ſicherer war, die drei Perſonen dahin. Das junge Mädchen, das man Lucienne nannte, wußte eine ſchattige Ecke zu finden, von wo aus ſie, verdeckt durch ihre Mutter und ihren Bruder, die Nichts davon ahnten, lange Zeit mit ſcharfer Beob⸗ achtung das Geſicht des Rathes fixirte, welches der unter dem Lichtſchirm hervorkommende Feuerſchein vollſtändig beleuchtete.

Herr von Bierges verlor in dieſem Augenblick, und da er wohl wußte, daß er in Folge ſeiner Zer⸗ ſtreutheit verlor, die ſeinen Mitſpieler zur Verzweif⸗ lung brachte, ſo lächelte er. Dieſes Lächeln des alten Herrn war ſanft und fein; es kamen dabei noch friſche Zähne zum Vorſchein. Das junge Mädchen wußte, daß der Augenblick, wo das Alter lacht, derjenige iſt, wo die Tabaksdoſe ſich öffnet,

und ſchaute ihm zu. Keine Tabaksdoſe. Der edel⸗