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Herzensschulden : Roman / von Auguste Maquet ; aus dem Französischen von Dr. Gottlob Fink
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werde ihn dazu anſpornen; verlaſſen Sie ſich auf

mich. Ich will nicht daß man mißfalle.

Herr von Bierges erhob ſich, um ſeiner Freun⸗ din innig zu danken.

Sie haben nicht geſchworen, ſagte ſie mit einem gemüthlichen Lächeln.

Er ſtreckte ernſthaft wie ein Tragiker die Hand aus, als der Baron Chaudray lärmend eintrat, nicht ohne ſich ein wenig in der dichten Tapetenthüre mit ſammtnen Streifen, womit das Boudoir von Madame verſchloſſen war, zu verwickeln. Nach gegenſeitigen Aeußerungen der Verwunderung und freundlichen Händedrücken begab man ſich in den Speiſeſaal, und das Diner ging vorüber ohne einen andern beſon⸗ ders merkwürdigen Umſtand, als daß Herr von Bierges ſeine väterlichen Beſorgniſſe durch einen doppelten Appetit zu verbergen ſuchte.

II.

Die Geſellſchaft iſt für die vornehme Welt aller⸗ dings ein genügender Reiz, allein die Baronin Chaudray verſtand die Kunſt denſelben durch neue Reizmittel zu erhöhen. Lectüre, Muſik, glänzende Erſcheinungen aller Art, immer irgend ein neues geiſtiges Naſchwerk dienten ihr als Lockſpeiſe und

ſſiccherten ihr zum Voraus einen vollen Salon.

Ich erinnere mich nicht, welche Lockſpeiſe ſie an

3 dieſem Abend gebrauchte, aber nie war die Verſamm⸗

lung glänzender geweſen. Bei einer norwegiſchen

Kälte, welche die Fenſter mit weißen Glimmerblumen