„Weil die Zeit drängt, denn ich wiederhole Ih⸗ nen, wenn Herr Chaudray kommt, ſo ſetzen wir uns zu Tiſche und unſer Geſpräch hat ein Ende. Nein, ich will nicht, daß dieſes junge Mädchen überrum⸗ pelt werde; ſie iſt zum Mindeſten ſo viel werth wie Ihr Sohn, und wenn ich mich mit einem Heiraths⸗ pertrag befaſſe, ſo geſchieht es, um ihn vollſtändig
zweiſeitig zu machen, wie ihr Juriſten ſagt. Alſo faſſen wir das Ganze noch einmal zuſammen: Ihr lieber Armand erſcheint ſchön und anmuthsvoll, wie er iſt. Sie laſſen ſich ernſthaft an irgend einem Whiſttiſche, wo ich Sie feſtnageln werde, die Hand von ihm drücken; dann den ganzen Abend kein Wort mehr an dieſen vollkommenen Sohn. Noch eine Sache... doch dieſe brauche ich Ihnen eigentlich nicht vorzuſchreiben, da ich Ihr Zartgefühl und Ihre Feinheit kenne; betrachten Sie nicht gar zu ſehr all dieſe hübſchen blonden oder ſchwarzen Köpfchen, die heute Abend um Sie herumſchwirren werden. Das wundert Sie?... Ich habe alſo wohlgethan zu ſprechen, da Sie mich trotz Ihrer Delicateſſe nicht be⸗ griffen haben... Ein heirathsfähiges und heirathsluſti⸗ ges Mädchen betrachtet nicht bloß ihren Zukünftigen, ſondern ſie betrachtet auch ihren Schwiegerpapa; Sie werden alſo ſtark auf's Korn genommen werden. Kreuzen Sie Ihre Augen nicht mit dieſen ſchönen Augen, die mich vielleicht beſchuldigen würden Ihnen ihr Geheimniß anvertraut zu haben.“
„Alle Ihre Wünſche werden auf's Genaueſte er⸗ füllt werden,“ ſagte der Rath.
„Ich werde meinem Verſprechen gemäß unſern jungen Pfauen ſein Rädchen ſchlagen laſſen; ich


