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Herzensschulden : Roman / von Auguste Maquet ; aus dem Französischen von Dr. Gottlob Fink
Entstehung
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Aber, Madame, murmelte der Rath,Sie glauben mich vielleicht reicher, als ich bin. Armands Sparſamkeit, ſeine einfachen Neigungen und ſeine gute Aufführung erlauben mir mit lumpigen 30,000 Freanken Rente als Millionär zu erſcheinen. Was 5 bedeutet dieſer Tropfen Waſſer in dem Goldocean Ihrer Nabobin?

Das Geld thut Nichts zur Sache, antwortete die Baronin ernſt.Die Frau, die ich Ihrem Sohne 3 gern geben möchte, iſt vernünftig, uneigennützig, voll⸗ 6 kommen reif. Der Rath fuhr von Neuem ein wenig auf; 8 er glaubte ſich auf einem Folterſtuhl. Reif, ſagte er ſeufzend, denn er konnte nicht umhin zu fürchten, die Künftige möchte vierzig Jahre haben. Wie ſollte er aber nun dieſe Befürchtung gegen eine Frau von fünfundvierzig ausſprechen? 0 5

So reif, als man mit neunzehn Jahren ſein 11

kann fiel die Baronin mit nachſichtigem Lächeln A ein;denn meine Braut iſt erſt neunzehn Jahre alt, beruhigen Sie ſich, ich glaube ſogar, ſie iſt es noch

nicht einmal ganz. Der Rath legte die Hände zuſammen, wie ein 8 Schiffbrüchiger auf ſeinem Rettungsbrett. 8N 4Sie iſt überdies ſehr hübſch, ſehr brav ſehr gebildet!

Alſo eine wahre Perle! rief Herr von Bierges. Glauben Sie denn, daß man ſich hier mit Car⸗ neol oder falſchen Diamanten befaſſe? Pfui doch; voeenn ich Ihren Sohn verheirathen will, ſo geſchieht es, damit er mich jeden Morgen ſeines Lebens ſegne. Die Jugend, die Schönheit, die Sanftmuth und der