Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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geweſen, haben die beiden Leute nicht mehr erlebt; ſie wohnten friedlich, gluͤcklich und beneidenswerth neben ein⸗ . ander, und ſollte ich aus ihrem nachmaligen Leben eine

zweite Geſchichte machen, ſo wuͤrde ſie Euch entſetzlich langweilen.

Die Geſchaͤfte gingen ganz vortrefflich. Aufangs gab's einige Verlegenheit; es fanden ſich wenig Arbeiter, und dieſe wenigen machten manchmal unbillige Forderungen. Bald erſchienen indeſſen Verordnungen, welche den Lohn der Arbeiter feſtſetzten; dadurch kam Alles in's alte Geleiſe⸗ wie es am Ende immer der Fall ſeyn muß. Auch erſchien von Venedig ein neues Gebot; die eingewanderten Aus⸗ laͤnder ſollten auf zehn Jahre von allen Steuern und per⸗ ſdͤnlichen Pflichten befreit bleiben. Fuͤr unſre Leutchen ein neues Gluͤcksloos. 6

Bevor noch das erſte Jahr der Ehe zu Ende ging, kam ein holdes Geſchoͤpfchen zur Welt, und als haͤtt' es ausdruͤcklich ſich ſo gefuͤgt, um Renzo's Verſprechen zu erfuͤllen, war's ein Maͤdchen. Es crhielt alſo den Namen Maria. Dem Erſten folgten mehrere; Agneſe hatte alle Haͤnde voll zu thun, ſie herumzutragen, Taugenichtſe zu heißen, und ihnen manchen derben Schmatz aufzudruͤcken, 5 der lange Zeit eine weiße Spur hinterließ. Die Kinder hatten alle einen guten Hang; Renzo beſtand ernſtlich dar⸗ b auf, daß ſie leſen und ſchreiben lernten;denn da doch

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einmal die Schurkerei, ſagte er,juſt hierin beſteht, ſol⸗ len ſie auch damit umzugehen wiſſen.

Eine Luſt war's, ihn ſeine Abentheuer erzaͤhlen zu ho⸗