weiter, Leiden, welche der Gegenſtand meiner Geſchichte
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Lucia, welche hier nicht erwartet worden, keinen Beurthei⸗ lungen ausgeſetzt, und mißfiel durchans nicht. Renzo ver⸗ nahm ſo gar, daß mehr als Einer ſich hatte verlauten laſ⸗ ſen:„Habt Ihr die ſchoͤne Fuchsfrau geſehen, die hier an⸗ gekommen iſt?“— Bei dem Eigenſchaftswort ließ ſich das Hauptwort ertragen.
Die Verdrießlichkeiten im vorigen Wohnorte gereich⸗ ten ihm ſelbſt zur guten Lehre. Fruͤher war er in ſeinen Meinungen ziemlich vorlant geweſen, und mochte gern die Frauen Andrer, oder was ſie ſonſt beſaßen, tadeln. Jetzt begriff er, daß die Worte im Munde ganz anders als im
Ohre ſchmecken, und hoͤrte daher ſeine Rede, ehe er ſie vor⸗
brachte, immer erſt ein wenig ab.
Kleine Mißhelligkeiten liefen indeſſen auch hier mit⸗ unter. So lange der Menſch auf Erden wandelt, ſagt unſer Anonymus, ein großer Liebhaber von Gleichniſſen, iſt er ein Kranker, welcher ſich auf einem mehr oder weni⸗ ger unbequemen Bette befindet, und um ſich her andre, dem Schein nach gemaͤchlichere Betten ſieht; da denkt er, muß es ſich ganz herrlich liegen; kaum aber hat er ſich in eins derſelben uͤbergeſiedelt, macht er verdrießliche Geſich⸗
ter; hier ſticht ihn etwas, dort liegt ſich's hart; am Ende
iſt's die nehmliche Geſchichte. Drum muͤſſen wir mehr dran denken, gut zu handeln als gut zu leben, faͤhrt er fort; auf dieſe Weiſe fuͤhlt man ſich endlich auch ertraͤgli⸗ cher.— Der Satz mag allerdings ein wenig mit Zangen herbeigcholt ſeyn, wie's das ſiebzehnte Jahrhundert liebte; im Grunde aber hat der Mann Recht. Uebrigens, ſagt er
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