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fand auch er was zu tadeln; es kam ſo weit, daß er, wenn es zwei Tage hinter einander ſchlechtes Wetter war, ver⸗ drießlich ſagte:„Ein garſtiges Land, das!”“ So war er allmaͤhlig auch mit einer Anzahl von Leu⸗ ten, die ihm fruͤher wohlgewollt, auf ſchlimmen Fuß ge⸗ rathen; mit der Zeit haͤtte er ſich, ohne ſelbſt einmal die erſte Urſache eigentlich angeben, oder die Wurzel eines ſo großen Uebels aufſinden zu koͤnnen, gegen die ganze Be⸗ voͤlkerung vielleicht in feindſeliger Verfaſſung befunden. Es war aber, als haͤtte die Peſt die Verpflichtung auf ſich genommen, jedes Ungemach, welches unſern Nenzo traf, zu heben. Sie hatte dem Herrn einer andern Spin⸗ nerei, dicht vor'm Thore von Bergamo, das Leben gekoſtet; der Erbe, ein junger Brauſewind, der in dem Hauſe ſich durchaus nicht behagen wollte, war entſchloſſen, ſelbſt zu halbem Preiſe es zu verkaufen; er wuͤnſchte es, aber er verlangte, das Geld auf den Tiſch hingezaͤhlt zu haben, damit er es ſogleich nach ſeinem Gefallen verthun konnte. Bortolo erfuhr es, und lief, ſich perſoͤnlich zu uͤberzeugen. Er unterhandelte, und ein fetterer Schnitt ließ ſich nicht denken. Nur die Bedingung, auf der Stelle das Geld zu
zahlen, verdarb Alles; denn ſein Vermoͤgen, durch lang⸗
ſame Erſparungen entſtanden, war dazu nicht betraͤchtlich genug. Er hielt alſo den jungen Mann hin, kehyte eilig zuruͤck, theilte die Sache ſeinem Vetter mit, und forderte ihn zur Gemeinſchaft auf. Renzo trug kein Bedenken, er entſchloß ſich, und ſagte Ja. Man ging mit einander und der Handel ward abgemacht. Als nun die neuen Ge⸗ faͤhrten in ihrem eigenen Hauſe beiſammen wohnten, war


