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und am Ende fehlte es auch nicht an Kennern, welche die Fremde aus Lecco durchaus haͤßlich ſinden wollten. Indeſſen ſagte Keiner dergleichen Dinge unſrem Renzo
in's Geſicht; bis ſo weit war alſo kein großes Ungluͤck dabei.
Wer die Sache ſchlimm und den Riß weiter machte, das waren die guten Freunde, die es ihm hinterbrachten, und
den jungen Ehemann wurmte es. Er fing an, mit ſich
druͤber zu Rede zu gehen, und ſpann den ſchlimmen Faden immer weiter aus. Hin und wieder machte er ſich auch wohl in einem Woͤrtchen Luft.—„Was geht's Euch an? Wer hat Euch ein Wunder erwarten geheißen? Hab' ich hier je von ihr geſprochen? Euch geſagt, daß ſie ſchoͤn iſt? Und wenn Ihr davon ſchwatztet, hab' ich nicht jedesmal zu verſtehen gegeben, daß ſie ein gutes Maͤdchen iſt? Ne Bauerfrau! Hab' ich je geſagt, daß ich Euch'ne Prinzeſ⸗ ſin herfuͤhren werde? Sie gefaͤllt Euch nicht? Seht ſie nicht au. Ihr habt huͤbſchere Weiber hier? Guckt nach dieſen.“ 4
Man ſehe aber einmal, wie eine Kinderpoſſe bisweilen
das ganze Leben eines Menſchen zu entſcheiden vermag.
Wenn Renzo immer in dem neuen Vaterlande haͤtte blei⸗ ben ſollen, wuͤrde es nicht gut gegangen ſeyn. Wie man es ihm verleidet hatte, verleidete er Andern ſeinen Umgang. Er wurde gegen Jeden unhoͤflich, weil Jeder ein Kunſt⸗ richter an ſeiner Lucia werden konnte. Freilich lief er nicht mit der Fauſt auf die Leute zu; aber man weiß, wie viel ein Menſch thun kann, ohne eigentlich die Regeln der guten Hoͤflichkeit zu beleidigen. Renzo verrieth bald bei jedem Schritte eine bittere Spottluſt, an einem Jeden
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