Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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ein maͤchtiger Kehrbeſen; hat Menſchen weggefegt, denen es ſonſt gar nicht eingefallen waͤre; friſche junge Geſellen, und die ſie zur Erde beſtatteten, waren kaum aus dem

Erziehungshaus gekommen, ſaßen noch auf der lateini⸗

ſchen Bank. Und wie man die Hand umkehrt, ſind ſie verſchwunden, hundert auf ein Mal. Wir werden ihn nicht mehr mit den Fleiſcherhunden hinter ſi ſich herum⸗ ſtreichen ſehen, mit dem Eigenduͤnkel, mit der hochgetra⸗ genen Naſe, als haͤtt' er eine Stange im Leibe getragen, mit dem veraͤchtlichen Blick auf die Leute, als wenn Alle auf Erden nur zu ſeinem Gebote da waren. Und jetzt iſt er nicht mehr, und wir ſtehen hier. Nun wird er recht⸗

ſchaffenen Leuten nicht mehr dergleichen Geſandtſchaften zu⸗

ſchicken. Er hat uns Allen, ſeht ihr, verdrießlich zu ſchaf⸗ fen gemacht; ietzt darf's Einer ja ſagen.

und ich hab' ihm vom Herzen vergeben, ſagte Renzo.

Haſt Recht,'s war Deine Schuldigkeit, entgegnete Don Abbondio.Man kann aber auch dem Himmel dan⸗ ken, daß er uns die unholdige Nachbarſchaft vom Halſe genommen hat. Jetzt, um wieder auf Euch zu kommen, thut, was ihr fuͤr gut haltet. Wollt Ihr, daß ich Euch traue, hier

bin ich; daͤucht's Euch anderwaͤrts bequemer, wie Ihr meint.

Was die Acht anlangt im Grunde genommen iſt Keiner mehr vorhanden, der Euch im Auge hat, und Euch was anhaben will, das ſeh' ich jetzt auch ein; man braucht ſich's alſo nicht ſehr zu Herzen gehen zu laſſen; zumal da in der Zwiſchenzeit das gnaͤdige Dekret, wegen der Geburt der allerdurchlauchtigſten Infanten, heraus gekommen iſt. Und hernach die Peſt! Die hat gar großen Dingen Fluͤgel gege⸗ ben! Wenn Ihr alſo wollt, heut iſt Donnerſtag, Sonntag werd' ich Euch in der Kirche Beſcheid ſagen; denn was