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„Verſteh,“ ſagte Renzo.„'S iſt noch immer was von dem Kopfſchmerz bei Ihnen zuruͤckgeblieben. Aber hoͤren Sie, Herr Pfarrer.“— Und nun beſchrieb er ihm den Zuſtand, in welchem er den armen Don Rodrigo geſehen—„Seine Stunde,“ ſchloß er,„hat in dieſem Augenblick ſicherlich ſchon geſchlagen; wir wollen hoffen, daß der Herr in ſeiner Barmherzigkeit ihn gnaͤdig zu ſich genommen hat, Herr Pfarrer.“
„Das hat hierbei nichts zu ſchaffen,“ erwiederte Don Abbondio.„Hab' ich's Euch denn etwa abgeſchlagen? Ich ſage nicht nein; ich ſpreche.. ich ſpreche aus guten Gruͤnden. Uebrigens bedenkt, ſo lange der Menſch noch einen Athemzug thut. Seht mich an, ich bin ein baufaͤlliger alter Mann, bin auch ſchon mehr jenſeits als hier auf Erden geweſen, und jetzo ſteh' ich aufrecht, und... wenn mir dergleichen ſchlimme Geſchichten nicht auf den Hals kommen, genng, ſo kann ich hoffen, noch ein Paar Jahre mich bei warmem Blute zu erhal⸗ ten. Dabei ſind die Temperamente noch gar ſehr ver⸗ ſchieden. Aber wie ich ſage, das hat hierbei nicht das Geringſte zu ſchaffen.“
Nach einem weiteren Geſpraͤche, welches weder mehr noch weniger entſchied, machte Renzo ſeinen hoͤflichen Kratzfuß, ging zu ſeiner Geſellſchaft zuruͤck, und ſtattete Bericht ab.— Ich bin weggegangen,“ ſagte er,„weil ich das Herz voll hatte, und mocht es nicht darauf an⸗ kommen laſſen, die Geduld zu verlieren, und in ein boͤ⸗ ſes Wort loszubrechen. Bei manchen Worten ſah er
ganz wie der alte aus; ganz dieſelbe Haſenfuͤßigkeit, dieſelben ungewaſchenen Ausreden; ich bin gewiß,
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