Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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gaͤngliche und froͤhliche Laune beſaß. Aber ein Hoſpital

und eine Spazierfahrt, der Tod und eine Hochzeit, ſind freilich ganz verſchiedene Dinge. Mit Agneſen ging ſie den Augenblick eine Freundſchaft ein; ſie mit Lucien zu

ſehen war eine Freude; zaͤrtlich und ſcherzhaft zugleich

hechelte ſie das Maͤdchen luſtig durch, uͤbertrieb aber ihre Stichelreden nicht, und ließ den freundſchaftlichen Spott

bloß ihre Bewegungen und ihre Worte beleben.

Nenzo ſagte endlich, er gehe zu Don Abbondio, um mit demſelben uͤber die Vermaͤhlung Abrede zu nehmen.

Er that's auch ſogleich.—„Herr Pfarrer,“ ſagte er

mit der Miene ſcherzender Ehrerbietung,„hat ſich wohl endlich der Kopfſchmerz, um deſſenwillen Sie uns nicht trauen konnten, bei Ihnen verloren? Jetzt iſt's Zeit, die Braut iſt da, und ich ſtehe hier vor Ihnen, um zu hoͤren, wenn's Ihnen gelegen iſt; aber dießmal moͤcht' ich Sie denn doch bitten, die Sache ein Bischen raſch abzumachen.“

Don Abbondio ließ es ſich nicht gerade heraus abmer⸗ ken, daß er nicht wollte; indeſſen fing er an zu zaudern, brachte verſchiedene Entſchuldigungen zum Vorſchein, und ſuchte mit kluger Abrathung ſich aus dem Handel zu ziehen. Er ſehe nicht ein, gab er zu verſtehen, wa⸗ rum Renzo ſich ſo vor die Scheibe hinſtellte, und bei der Acht auf dem Kopfe ſeinen Namen mit Gewalt auf neuen Verordnungen leſen wolle; die Sache koͤnnte eben ſo gut wo anders geſchehen; kurz einem Don Abbondio

fehlte es in Sachen der Farißt an Ausfuͤchten nicht leicht.