Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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und ſeine ſchoͤne Buͤcherſammlung? Sie ſteckt viel⸗ leicht noch irgend wo in vergeſſenen Mauerloͤchern.

Dreizehntes Kapitel.

An einem ſchoͤnen Abend hoͤrte Agneſe ugs jhrer Thuͤre

ein Fuhrwerk ſtillhalten.—„Sie iſt's! Kein Andrert“— Sie war's wirklich, die gute Witwe an ihrer Seite; Em⸗ pfang und Gruͤße uͤberlaſſen wir auch hier der Einbil⸗

dungskraft unſerer Leſer.„

* Am folgenden Morgen ſtellte ſich Renzo, ohne von der Ankunft etwas zu ahnen, bei Zeiten ein, und hatte keine andre Abſicht, als ſich uͤber Luciens langes Ausblei⸗ ben mit einigen tuͤchtigen Floskeln der aͤrgerlichen Unge⸗ duld gegen Agneſen heraus zu laſſen. Die Luftſpruͤnge, die er machte, da er die Angekommene ploͤtzlich vor ſich ſah, die Worte, die er ſprach oder ſprechen wollte, ſinden in die⸗ ſem Kapitel gleichfalls keinen Raum. Luciens Aeußerun⸗ gen gegen ihn aber koͤnnen in wenigen Worten mitgetheilt werden.—„Sey gegruͤßt; wie geht's?“ fragte ſie mit ge⸗ ſenkten Blicken ohne ihre Stellung zu veraͤndern.— Glaube man nicht, daß Renzo dieſe Art der Begegnung zu trocken, und ſich dadurch etwa beleidigt fand. Er nahm die Sache ganz vernuͤnftig, wie ſie genommen werden mußte; und wie in den gebildeten Staͤnden die Menſchen von allen Hoͤflichkeiten den gehoͤrigen Abzug zu machen verſtehen, ſah er ſehr wohl ein, welch ein Nebenbegriff ſich aus dieſen Worten entnehmen ließ. Uehrigens konnte er ſehr leicht merken, daß ſeine Lucia zwei Regeln des Be⸗

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