Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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— 319— mer ein ſolches Laͤrmgeſchwaͤtz von Geſchwuͤlſten, von Hantausſchlaͤgen und Karbunkeln?“ „Lauter Marktſchreierpoſſen,“ ſtimmte thm Ekhet aus der Geſellſchaft bei. „Nein, nein,“ antwortete Don Ferrante,„das will ich nicht damit geſagt haben; die Wiſſenſchaft bleibt die Wiſ⸗ ſenſchaft; nur anzuwenden muß man ſie verſtehen. Ge⸗ ſchwuͤlſte, Hautausſchlaͤge, Karbunkeln, Druͤſenverhaͤrtun⸗ gen, blaue Beulen, ſchwarze Peſtflecke, ſind lauter ach⸗ tungswuͤrdige Worte, die ihre ſchoͤne und gute Bedeutung haben; ich behaupte bloß, daß ſie bei der Streitfrage nichts zu ſchaffen haben. Wer leugnet denn, daß dergleichen Dinge vorhanden ſeyn koͤnnen, daß ſie vorhanden ſind? Alles kommt nur darauf an, zu ſehen, woher und wie ſie 3l entſtehen.“ ſKier begannen die Leiden auch fuͤr Don Ferrante. So lange er es nur gegen die Meinung vom Anſteckungsuͤbel gemuͤnzt hatte, fand er uͤberall willige Ohren, alle Zuhoͤ⸗ rer ſanft und ehrerbietig; denn es laͤßt ſich kaum ausdruͤ⸗ cken, wie groß das Anſehen eines Gelehrten vom Hand⸗ werk, wenn er ſich bemuͤht, den Andern Dinge zu bewei⸗ ſen, von denen ſie bereits hinlaͤnglich uͤberzeugt ſind. So⸗ bald er aber zu erweiſen ſuchte, daß der Irrthum dieſer Aerzte nicht in der Behauptung eines furchtharen allge⸗ meinen Uebels, ſondern in ihrer Vorſtellung vom urſprung und von der Fortpflanzung deſſelben lag, da fand er— wir reden von den erſten Wochen, wo man von der Krank⸗ heit auch nicht einmal ſprechen hoͤren wollte— da fand er ſtatt geneigter Ohren widerſpenſtige Zungen und Koͤpfe⸗ die ſich durchaus nicht bearbeiten ließen; mit einer zuſam⸗

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