Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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Verwunderung die Antwort erhielt, er ſey an öder Peſt verſchieden.

Nun das dritte. Ehe ſie abreiſte, wollte ſi e gern uͤber ihre vorige Schutzherrſchaft etwas erfahren, und wie ſie ſagte, eine Handlung der Schuldigkeit thun, falls einer derſelben noch am Leben. Die Wittwe begleitete ſie nach dem Hauſe, und hier erfuhren ſie, daß beide Eheleute hin⸗ gegangen, wohin ſo Viele gegangen. Wenn bei dieſer Ge⸗ legenheit von Dame Praſſede geſagt wird, daß ſie geſtor⸗ ben, ſo hat man genug geſagt; aber was Don Ferrante betrifft, das Erldſchen einer ſo gelehrten Seele, da hat es unſer Anonymus der Muͤhe werth gehalten, ſeine Feder voller einzutauchen, und ſich umſtaͤndlicher vernehmen zu* laſſen; wir wagen es zum zweiten Mal, dem wackern Au⸗ tor ein wenig nachzuſchreiben.

Sobald man nur angefangen, von der Peſt zu ſpre⸗ chen, war Don Ferrante einer von den Entſchloſſenſten ge⸗ weſen, welche ſie leugneten. Seine Standhaftigkeit in dieſer Behauptung verdient Anerkennung. Und nicht mit laͤr⸗ mendem Geſchwaͤtz ging er dabei zu Werke, wie der große Haufe, ſondern mit taktfeſten Vernunftſchluͤſſen, in wel⸗ chen ſeine Gegner ſelbſt wenigſtens die Kette der Folge⸗ rung nicht vermiſſen konnten. „In rerum natura,“ ſagte er,„giebt es nur zwei Din⸗ ge, Weſen und Eigenſchaften. Wenn ich nun beweiſe, daß die anſteckende Krankheit weder das Eine noch das Andre ſeyn kann, ſo hab' ich bewieſen, daß ſie nicht vorhanden, daß ſie ein reines Hirngeſpinnſt iſt. Ich urtheile ſo: Die Veſen ſind entweder geiſtig oder koͤrperlich. Daß das An⸗ ſteckungsuͤbel ein geiſtiges Weſen, iſt eine verkehrte Be⸗