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dann ging's an die Zurüſtungen zur Reiſe. Wir geben unſerm Berichte Fluͤgel; ſie reiſten ab, kamen an, und ſo weiter— aber halt! Mit ſo gutherziger Bereitwilligkeit wir uns auch der Ungeduld des Leſers bequemen, ſo ſind doch drei hieher gehoͤrige Dinge vorhanden, welche wir bei dieſer Eilfertigkeit nicht duͤrfen untergehen laſſen; zwei derſelben von der Art, daß uns ſelbſt der Ungeduldigſte
ihre Uebergehung mit bitterem Vorwurf verweiſen moͤchte. Zuerſt daß Lucia, als ſie mit der Wittwe uͤber ihre
Abentheuer ausfuͤhrlicher und ordnungsvoller, als es ihre Gemuͤthsbewegung bei der erſten Eroͤffnung geſtattete, wie⸗
der zu ſprechen angefangen, und dabei umſtaͤndlicher der
Edelnonne erwaͤhnt hatte, welche im Kloſter zu Monza ſie unter ihren Schutz genommen, von der Wittwe Nachrich⸗ ten erhielt, die ihr zu vielen Geheimniſſen den Schluͤſſel
gaben, und ihre Seele mit ſchmerzlichem, furchtvollem Er⸗
ſtaunen beſtuͤrzten. Die ungluͤckliche Fuͤrſtentochter war in Verdacht gefallen, abſcheuliche Thaten begangen zu haben, und mußte auf Befehl des Kardinals nach einem Kloſter zu Malland gebracht werden; hier war ſie nach vielem Wuͤthen und Kaͤmpfen in ſich gegangen, und klagte ſelbſt ſich an. Ihr gegenwaͤrtiges Leben war gleichfam eine ſelbſtauferlegte Strafe, und Niemand haͤtte eine herbere fuͤr ſie auffinden koͤnnen. Wer aber uͤber dieſe traurige Geſchichte etwas Naͤheres zu erfahren wuͤnſcht, der findet ſie im Buche des Ripamonti, deſſen wir, als von derſelben Perſon die Rede war, erwaͤhnt haben.
Dias zweite war, daß unſre Lucia, da ſie bei allen Ka⸗ puzinern, welche ſie im Hospital nur antreffen konnte, ſich nach Pater Criſtoforo erkundigte, mit mehr Schmerz als


