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Don Abbondio, weil er fuͤrchtete, etwas von einer Ver⸗ maͤhlung zu hoͤren, und bei dem bloßen Gedanken ſchon in ſeiner Einbildung Don Rodrigo mit den furchtbaren Söͤldlingen auf der einen Seite, auf der andern den Kar⸗ dinal mit ſeinen Gegengruͤnden emporſteigen ſah; Renzo, weil er entſchloſſen, vor dem Augenblick der Vollziehung durchaus nicht mit dem Manne davon zu ſprechen; er mochte es nicht darauf ankommen laſſen, daß er mit wer weiß was fuͤr Schwierigkeiten wieder angeſtiegen kaͤme, und mit ſeinem unnuͤtzen Geſchwaͤtz die Sache auf's Neue in Verwicklung braͤchte. Er plauderte lieber mit Agneſen.— „Glaubt Ihr, daß ſie bald kommen wird?“—„Ich hoffe, ja!“— und wer dieſe Antwort gegeben, that oft eine Stunde ſpaͤter jene Frage. Mit dieſen und aͤhnlichen Taͤu⸗ ſchungsverſuchen der Ungeduld bemuͤhten ſie ſich, die Schwingen der Zeit in lebhaftere Bewegung zu ſetzen; aber dieſe Zeit ſchien an Vorgrund immer zuzunehmen, je mehr ihnen bereits hinter'm Ruͤcken lag.
Der Leſer iſt weit beſſer daran. Er erlebt dieſe lan⸗ gen, langen Tage in einer einzigen Sekunde, und erfaͤhrt mit wenigen Worten von uns, daß⸗ einige Tage nach Ren⸗ zo's Beſuch im Hoſpital, Luciga mit der guten Wittwe es verließ. Eine allgemeine Abſonderung war geboten worden; das Paar machte ſie mitſammen durch, und hielt ſich im Hauſe der Wittwe verſchloſſen. Die Zeit verging großentheils, indem man Luciens Ausſtattung beſorgte, und die Braut ſelbſt mußte, nach einiger verſchämten Umſtaͤnd⸗ lichkeit, Hand und Fingerhut mit anlegen. Nachdem die Tage der Abſonderung voruͤber, vertraute die gute Frau
Haus und Wagrenlager ihrem Bruder, dem Commiſſar, und


