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den aus ſeinem Munde, aus der bewaͤhrteſten Quelle, hoͤ⸗ ren. Die Leſer aber, welche weniger als ein Verfaſſer zu thun, dagegen mehr zu fragen haben, ſtutzen hier viel⸗ leicht: Wie ging's mit der Achtserklaͤrung?— Ganz vor⸗
trefflich. Renzo hatte den Gedanken daran beinah ganz
und gar verabſchiedet; er war der Meinung, die Leute, de⸗ nen die Ausfuͤhrung derſelben oblag, wuͤrden eben ſo we⸗ nig mehr daran denken, und hier ſchoß er nicht fehl. Da⸗ ran war aber nicht bloß die Peſt ſchuld, mittelſt welcher ſo viele andre Dinge in Rauch aufgegangen und unter⸗ blieben; es war, wie aus unſrer Geſchichte bereits vielfach zu erſehen, in jenen Zeiten etwas ſehr Gewoͤhnliches, daß die Verordnungen, ſie mochten etwas Allgemeines oder ei⸗ nen Einzelnen betreffen, wofern nicht die beſondere Leiden⸗ ſchaftlichkeit eines Maͤchtigen, welcher ſie am Leben erhielt und geltend machte, dazu trat, großentheils ohne Wirkung blieben, ſobald ſie dieſelbe nicht im erſten Augenblick ih⸗ rer Erlaſfung erhalten; ungefaͤhr wie Gewehrkugeln, wenn ſie ihren Gegenſtand nicht treffen, an der Erde liegen bleiben, und dort Niemandem was zu leide thun. Es war dieß eine nothwendige Folge der großen Leichtigkeit, mit welcher man damals Verordnungen nach allen Seiten um⸗ herfliegen ließ. Die Thaͤtigkeit des Menſchen hat ihre Grenzen; was im Gebieten zu viel gethan ward, mußte im Ausfuͤhren zu wenig geſchehen. Wer in Reitfliefeln geht, kann keine Tanzſchuhe auf den Fuͤßen haben.
Es giebt aber noch andre Fragen, und Erzaͤhler muͦſ⸗ ſen auf eine jede gefaßt ſeyn. Wie verhielt ſich Renzo in dieſer Zeit der Erwartung gegen ſeinen Pfarrer? Sie blie⸗ ben Einer vom Andern in ziemlich weiter Entfernung;
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