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Agneſens erſte Sorge ging nun dahin, in ihrem ar⸗
men Haͤuschen ein Wohnzimmer fuͤr jene gute Seele, ſo
anſtaͤndig als thunlich, einzurichten. Dann ging ſie um⸗ her, ſuchte Seide zum Spuhlen, und taͤuſchte mit ihrer Haſpel die S Stunden der Verzoͤgerung.
Renzo ſeinerſeits legte waͤhrend dieſer Tage, deren Stun⸗ den fuͤr ihn freilich weit mehr als ſechszig Minuten hatten, die Haͤnde gleichfalls nicht in den Schooß; er verſtland. zum Gluͤck zweierlei Handwerk, und fing wieder an, die
Geſchaͤfte eines Landmannes zu betreiben. Theils ging er arbeitſam ſeinem jungen Freunde zur Hand; dieſem kam es ſehr gelegen, bei einer ſolchen Zeit einen ſo geſchickten Helferarm zu ſeinem Gebote zu haben; theils bearbeitete 7 er den Garten ſeiner Schwiegermutter, welcher waͤhrend iüyrer Abweſenheit bedeutend zuruͤck gekommen, und brachte ihn wieder zu Ehren. Um ſein eigenes Beſitzthum kuͤm⸗ merte er ſich gar nicht; das ſey, ſagte er, eine zu jaͤm⸗ merlich zerzauſte Peruͤcke, und es gehoͤrten mehr als zwei Arme dazu, um ſie wieder aufzuſtutzen. Auch nicht ein⸗ mal einen Fuß ſetzte er in ſeinen Garten, noch weniger in ſein Haus; es haͤtte ihm weh gethan, die Verwuͤſtung dort bei hellem Tage zu ſehen; auch war er ſchon mit ſich uͤberein gekommen, Alles, was er auch immer dafuͤr er⸗ hielte, zu verkaufen, und was er davon zuruͤck behalten köoͤnnte, im neuen Vaterlande zu gebrauchen.
Wenn die Menſchen, welche am Leben geblieben, ein⸗ ander wie Wiederauferſtandene vorkamen, ſo war dieß bei„ Renzo im Auge ſeiner Dorfgenoſſen doppelt der Fall; Je⸗ der kam ihm mit freudiger Aufnahme und Gluͤckwuͤnſchen entgegen, Jeder wollte die ſeltſame Geſchichte ſeiner Lei⸗
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