Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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zen, ohne ein neues Ereigniß hinzufuͤgen zu koͤnnen, hal⸗ ten wir fuͤr ein unfruchtbares Beginnen, und ſind der Meinung, es ſey kluͤglicher, ſo etwas errathen zu laſſen.. Die Schlußentſcheidung beſtand darin: daß man ſich zu⸗ ſammen in's Gebiet von Bergamo uͤberſtedeln wolle, in das nehmliche Dorf, wo Renzo's Geſchaͤftsgluͤck bereits o guͤnſtig ſich angelaſſen; uͤber die Zeit indeſſen ließ ſich noch nichts entſcheiden; ſie hing von der Peſt und verſchiedenen andern Umſtaͤnden ab. Wenn die Gefahr voruͤber, ſollte Agneſe nach Hauſe gehen, und dort Lucien oder dieſe ſie erwarten; indeſſen wuͤrde Renzo zuweilen einen Gang nach Paſturo her machen, ſeine Mutter zu beſuchen, und ihr von Allem, was etwa vorfiele, Nachricht zu bringen.

Bevor er abreiſte, machte er auch ihr eine Anerbietung an Gelde.—„Ich hab' ſie alle hier, ſeht Ihr;'s fehlt nicht ein einziger; hab' guch ein Geluͤbde gethan, ſie nicht anzuruͤhren, bis die ganze Geſchichte auf's Reine gekommen. Jetzo, wenn Ihr's braucht, holt eine

Schaale mit Waſſer und Eſſig her; ſo werf' ich Euch die funfzig huͤbſchen, blitzenden Seudi hinein.“

„Nein, nein,“ ſagte Agneſe,„fuͤr mich habe ich noch mehr als Noth thut; die Eurigen, die haltet feſt;'s ſind gute Grundſteine fuͤr's Haus.“

Um den Troſt, eine ſo theure Frau geſund und mun⸗ ter angetroffen zu haben, noch reicher, kehrte Renzo zuruͤck. Den uͤbrigen Tag und die Nacht brachte er im Hauſe ſei⸗ nes Freundes zu; am folgenden ging es wieder auf die Reiſe, aber nach einer andern Seite, in das neuerwaͤhlte Vaterland hinuͤber.

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