Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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der heiter, und ſo machte er ſcch raſch auf die Maſe nach 4 Paſturo.—

Er kam noch bei Tage daſelbſt an; denn an Eil und 4 Unverdroſſenheit fehlte es ihm heute eben ſo wenig. Er fragte nach Agneſen, und bekam zu hoͤren, daß ſie geſund und munter ſey. Man zeigte ihm ein ein⸗ ſam ſtehendes Haͤuschen; dort, hieß es, wohne die fremde Frau. Renzo eilte hin, und rief ſie von der Straße aus bei'm Namen. Auf dieſen Ruf ſtuͤrzte ſie zum Fenſter herbei, und waͤhrend ſie mit weitgeoͤffnetem Munde daſtand, um Gott weiß welches Wort oder wel⸗ chen Laut von ſich zu geben, kam ihr Renzo zuvor, und ſagte:„Lucia iſt geheilt und wohl auf; ich hab' ſie eh⸗ geſtern geſehen; ſie laͤßt Euch gruͤßen, und wird naͤchſtens ſelber kommen. Und außerdem hab' ich Euch luſtige Dinge zu erzaͤhlen.“

In der Ueberraſchung durch ſolchen Beſuch, in der Freude uͤber die Nachrichten, und in der Sehnſucht, mehr zu erfahren, befangen, ließ Agneſe bald einen Ausruf hoͤren, bald eine Frage, mit der ſie nie zu Ende kam; dann vergaß ſie alle Vorſicht, welche ſie ſeit langer Zeit ſich angewoͤhnt hatte, und rief:„Ich komme, und mach' Euch auf.“

„Wartet, und die Peſt?“ fragte Renzo.„Ihr habt* ſie nicht gehabt, ſcheint mir.“

„Ich nicht. Und Ihr?“

„Ich wohl. Ihr ſolltet alſo huͤbſch behutſam ſeyn. Ich komme von Mailand, und Ihr werdet hoͤren, ich hab' in der Anſteckung ordentlich bis an den Hals gewatet. Freilich hab' ich mich von Kopf bis zu Fuß friſch geklei⸗