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Das hat aber nicht'nen Pflfferling zu ſagen. Ich hab Dir uͤbrigens fuͤr den ganzen Tag zu erzaͤhlen.— Wie das Mailand zugerichtet iſt! So was muß man mit ei⸗ genen Augen ſehen! Man moͤchte ſich vor ſich ſelber entſetzen.— Ohne das Regenbad, das mich ſo gewaſchen hat, ließ ſich's gar nicht thun.— Und was die Herrſchaften da mit mir anſtellen wollten! Du wirſt's hoͤren.— Aber, wenn Du das Lazareth ſaͤheſt!'S iſt gerade, als wenn Einer in's Elend hineintaucht. Genug, ich werde Dir Alles erzaͤhlen.— Aber ſie iſt da, ſie wird herkommen, wird mein Weib werden, und Du ſollſt Zeuge ſeyn,— Peſt oder nicht, wenigſtens wollen wir'n Paar Stunden mitſammen vergnuͤgt zubringen, will ich.“
Auf die Erzaͤhlung ging richtig der ganze Tag. Da es uͤberdieß in Einem fort naß ſiel, brachte ihn Renzo unnter Dach zu, indem er theils ſeinem Wirthe zur Seite
ſaß, theils ihm Zober und Faͤſſer zurecht machen half. Bei verſchiedenen Arbeiten dieſer Art, zur Vorbereitung der Weinleſe und des Keltergeſchaͤftes, ermangelte Renzo nicht, ihm Huͤlfe zu leiſten; denn das Niechtsthun, pflegte er zu ſagen, matte ihn mehr ab, als das beſchwer⸗ lichſte Haͤndewerk. Auch konnte er nicht umhin, einen Sprung nach Agneſens Hauſe zu machen, um ein gewiſ⸗ ſes Fenſter daran wieder zu ſehen, und vor demſelben gleichfalls die Haͤnde hoffnungsluſtig zu reiben. Er ging hin, und kehrte, ohne bemerkt worden zu ſeyn, wieder. Dann legte er ſich bei Zeiten zu Bette. Am andern Morgen aber ſtand er fruͤh auf, ſah, daß der Reglit nachgelaſſen hatte, obſchon der Himmel noch nicht wie⸗


