— 306— zu Schanden, als waͤre ſie eingeweicht worden. Renzo
legte ſie auf einen Tiſch.—„Auch die iſt gehoͤrig zu-.
gerichtet worden,“ ſagte er,„aber das Waſſer vom Him⸗ mel iſt dran ſchuld. Was fuͤr'n Waſſer! Dem Herrn ſey gedankt... ich bin auf ein Haar... ſollſt es nachher hoͤren.“— Nun rieb er ſich die Haͤnde bei'm Feuer. „Jetzt thu mir aber'nen andern Gefallen,“ ſprach er darauf,„das Buͤndel, das ich dir hier gelaſſen habe, hol's mir; denn ehe die Hleider, die ich hier An m Leibe trage, trocken werden. Der Freund kam balb mit dem Buͤndel an.— „Fch denke, Du wirſt auch Hunger haben; zu trinken hat's unterweges wohl gegeben, zu eſſen aber... „Ich hab' geſtern Abend, ſchon ſpaͤt, zwei Brode ge⸗ kauft; es war aber kaum'nen hohlen Zahn zu fuͤllen.“ „Laß gut ſeyn,“ ſagte der Andre, goß Waſſer in einen Keſſel und haͤngte ihn an die Kette.—„Ich geh' jetzt melken; wenn ich mit der Milch zuruͤck komme, wird's Waſſer gut ſeyn; dann richten wir'ne tuͤchtige Polenta an. Zieh Du Dich indeſſen nach Beſnemlichleit aus und an.“ 1 Als Renzo allein war, zog er, nicht ohne Anftren⸗ gung, die uͤbrigen Kleider, die wie Heftpflaſter an der Haut ſaßen, vom Leibe; dann trocknete er ſich ab, und warf ſich von oben bis unten in friſche. Der Freund kam endlich zuruͤck, und machte ſich an die Berei⸗ tung des Breies. Renzo ſetzte ſich kudeſfen di der,„ und wartete „Wetter /“ ſagte er,„jetzt merk' ich, daß ich muͤde bin;'s heißt aber auch ganz teufelmaͤßig zugelaufen!


