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und nur an den beſchwerlichſten Stellen dachte er daran. Es waren Abwege der Gedanken; denn ſein Geiſt durchlief die Geſchichte der letzten ſo traurig ver⸗ lebten Jahre, ſo viele Queerſtriche, ſo viele Stunden, in denen er ſchon im Begriff geweſen, der letzten Hoff⸗ nung zu entſagen, und Alles, Alles verloren zu geben— dieſer grauenvollen Vergangenheit das heitere Gemaͤlde der Zukunft gegenuͤber, Luciens Ankunft im heimathli⸗ chen Dorfe, die Feier der Hochzeit, die haͤusliche Wirth⸗ ſchaft, das Geſpraͤch von uͤberſtandenen Leiden, das ganze ſelige friedliche Beiſammenleben!
Wie er es bei Kreuzwegen gemacht, die ſi 9 allerdings fanden, ob die geringe Kunde der Straße, ob die ſchwa⸗ che Daͤmmerung ihm jedesmal ſich zurecht ſinden geholfen, oder ob er immer dem Gerathewohl ſich uͤberließ, wiſſen wir nicht anzugeben; denn er ſelbſt, der ſonſt ſeine Schickſale ziemlich ausfuͤhrlich und breit zu erzaͤhlen pflegte— Alles leitet uns ſogar zu der Vermuthung, daß unſer Anonymus ſie mehr als einmal aus ſeinem ei⸗ genen Munde gehoͤrt hat— er ſelbſt geſtand, von dieſer Nacht ſich nicht mehr zu erinnern, als wenn er ſie im Bette durchgetraͤumt haͤtte. So viel iſt gewiß, als ſie verſchwand, ſah er ſich zur Adda hinabgeſtiegen.
Noch hatte es nicht aufgehoͤrt zu regnen; aber aus dem Wolkenbruch war anfangs ein Regen geworden, und dieſer ſodann in ein feines, ruhiges, gleichfoͤrmiges Näſ⸗ ſeln uͤbergegangen; die hohen duͤnnen Wolken breiteten ſich wie ein ununterbrochener, aber leichter und durch⸗ ſichtiger Schleier uͤber den Himmel aus; der Schimmer der Morgendaͤmmerung enthuͤllte dem Wandrer die Ge⸗


