Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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— und ich habe ſie gefunden! ſchloß er dann. Er ver⸗ ſetzte ſich in die peinlichſten Augenblicke, in die ſchrecken⸗ reichſten Finſterniſſe dieſes Tages; er dachte ſich!, wie er mit dem Hammer in der ſchwebenden zitternden Hand dageſtanden— wird ſie drin ſeyn im Hauſe oder nicht? — wie die unerfreuliche Antwort aus dem Fenſter ge⸗ kommen; wie er nicht Zeit gehabt, im zerknirſchten Her⸗ zen ſich daruͤber zu faſſen, wie die Wuth der tollen Leute binter ihm hergeſtuͤrmt, dann das Krankenhaus, dieſes Meer der Peſt— dort wollt' ich ſie finden! Und ſieh, ich habe ſie dort gefunden!— Zugleich fiel ihm der Au⸗ genblick ein, wo der Karren, welcher im Zug der Gene⸗ ſenen die letzten Frauen fuͤhrte, eben an ihm voruͤberge⸗ ſchlichen— welch ein Augenblick! Welch ein zermalmen⸗ des Herzleid, ſie nicht zu entdecken!— und jetzt kuͤm⸗

merte ihn kein Karren, keine Menſchenſchaar mehr.—

Und der Aufenthalt der Frauen dort! Bei der Huͤtte dort, da er es am wenigſten erwartete, dieſe Stimme,

dieſe Stimme ſeiner Lucia! Und ſie ſehen, ſie aufrecht

ſtehend zu finden!— Nun kam das boͤſe Hinderniß mit dem Geluͤbde, unuͤberſteiglicher als je— auch dieſes ge⸗

hoben! Dann die Wuth gegen Don Rodrigo, der ver⸗

wuͤnſchte Groll, der jedes Leiden verbitterte und jede Labe vergiftete, auch der aus dem Herzen verſcheucht. — Es ließe ſich kein wolluſtvollerer Seelenjubel denken, wenn ihn nicht die Ungewißheit uͤber Agneſen, die Be⸗ truͤbniß uͤber den trefflichen Criſtoforo, und der Gedanke, das Land noch immer von der entſetzlichen Plage belaſtet zu ſehen, gedaͤmpft haͤtte.

Mit der Daͤmmerung langte er zu Seſto an; der