Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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benden wiederſchenkte, keine leidenden Gaͤſte mehr aufzuneh⸗ men brauchte; daß nach einer Woche ſchon Thuͤren und Laͤ⸗ den wieder offen ſtanden, und nur von Abſonderungen noch geſprochen ward; daß von der Peſt nur hier und dort noch einige Fußtapfen blieben, die Verwuͤſtung, die eine jede fuͤr einige Zeit hinter ſich laͤßt. Renzo wanderte mit raſcher Unverdroſſenheit vorwaͤrts. Er hatte fuͤr ein naͤchtliches Unterkommen durchaus keinen Plan enzworfen; es lag ihm einzig und allein daran, wei⸗ ter zu galangen, ſchnell nach dem Dorfe zu kommen, Je⸗ manden dort zu finden, mit dem er ſprechen, dem er erzaͤh⸗ len konnte, und dann vor allen Dingen ſich eiligſt auf den Weg nach Paſturo zu machen, um Agneſen aufzuſuchen. 4 Waͤhrend er dahinſchritt, ſtuͤrmte es in ſeiner Seele voen den Begebenheiten des Tages; aber aus den Biidern des Elends, der Schrecken und der Gefahren tauchte beſtaͤndig ein einziger Gedanke auf: Ich habe ſie gefunden! Sie iſt geheilt! Sie iſt mein!— Dann ſprang er im Jauchzen ſeines Herzens, daß es um ihn her aufſpruͤtzte, wie wenn ein Pudel, aus dem Waſſer an's Land getreten, ſich ſchuͤt⸗ telt; manchmal begnuͤgte er ſich damit, die Haͤnde zu rei⸗ ben, und dann ging's wieder vorwaͤrts, wandrungsluſtiger als vorher. Er blickte auf den Weg und ſammelte, ſo zu ſagen, die Gedanken, die er am Morgen und am Tage vor⸗ her auf den verſchiedenen Punkten deſſelben gehabt, wieder „auf; die meiſte Luſt gewaͤhrten ihm gerade diejenigen, welche er damals am aͤngſtlichſten aus ſeiner Einbildungs⸗ kraft zu verſcheuchen geſucht, die Zweifel und die Schwie⸗ rigkeiten, ſein Maͤdchen zu ſinden, unter einem ſolchen Ge⸗ wimmel von Todten und Sterbenden es lebend zu ſinden.

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