Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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Ordnung, Kranke ſchleppten ſich ſchwankend nach den Hal⸗ len, Ohnmaͤchtige krochen an der Erde hin, Alles ſuchte Schutz vor dem drohenden Ungewitter.

Zwölftes Kapitel.

Wirklich war Renzo kaum uͤber die Schwelle des Kran⸗ kenhauſes geſchritten, und hatte den Weg zur Rechten ein⸗ geſchlagen, um den kleinen Seitenpfad aufzuſuchen, aus welchem er am Morgen auf die Mauer zu hervorgetreten, ſo rauſchte es wie ein Hagel in großen, wenigen Tropfen hernieder. Sie ſielen auf die weiße, duͤrre Straße ſchal⸗ lend herab, und ein leiſer Staub ſtieg auf. Bald aber ſtroͤmten ſie in vollſtaͤndigem Regen herab, und ehe unſer Wandrer den Seitenpfad noch erreicht hatte, goß es wie aus Eimern. Aber dieſes Wetter war ihm keinesweges zu⸗ wider; er ſchlich geduckt darunter fort, freute ſich der la⸗ benden Erfriſchung, des Rauſchens, des Geſauſes von Graͤ⸗ ſern und Blaͤttern, welche ſich ſchwankend bewegten, nie⸗ dertropften, und mit neuem Gruͤn wieder beſeelt leuchteten. Voll und weit athmete er auf, und in dieſer Wiedergeburt der ſchmachtenden Natur ſchien er die Wiedergeburt ſeines eigenen Schickſals freier und lebhafter zu fuͤhlen.

Aber wie weit ungetruͤbter und voller waͤre dieſe Em⸗ pfindung unſres Renzo geweſen, wenn er haͤtte errathen koͤnnen, was wenige Tage nachher ſich zeigte; daß dieſes Waſſer die Anſteckungsplage mit fortnahm, gleichſam mit ſich hinweg ſpuͤhlte; daß von dieſem Tage an das Krankenhaus, wenn es auch nicht alle Lebenden, die es enthielt, den Le⸗

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